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Phantom und die Liebe

Das hier ist ein persönlicher Rückblick auf mein Jahr in Bezug auf die Liebe. Jetzt kann man denken, warum brauch man das? Naja…es ist für mich, weil dieses Jahr mich verändert hat.

 

Das Jahr begann nicht sonderlich gut. Durch Missverständnisse und meiner Art hat das, was hätte vielleicht klappen können, nicht geklappt.

 

Dadurch hat sich mein Morallevel ziemlich absenkt. Und wenn mir erstmal alles egal ist, dann mache ich was ich will und mit wem ich es will. So kam es halt, dass ich beim Feiern gehen mit irgendeinem Kerl abgezogen bin.
Es stellte sich heraus, dass er eine Freundin hatte. Aber das habe ich erst danach erfahren. Doch diese Tatsache war mir ziemlich egal. Ich hatte ja im Grunde nichts falsch gemacht….

 

Ein kleiner Hoffnungsschimmer war C. Ihn hatte das Jahr davor beim Weihnachten einläuten kennengelernt. An dem Abend hatten wir uns gut verstanden und haben Nummern ausgetauscht. Aber danach war Funkstille. Ein paar Monate nach Weihnachten meldete er sich  bei mir und wir haben uns verabredet. Ich hatte von Anfang das Gefühl, dass da nie mehr als Freundschaft entstehen kann, aber dennoch habe ich es versucht.
Doch wir haben uns noch einige weitere Mal getroffen, aber der Funken ist nicht übergesprungen.

Und kam R.

Ihn kannte ich schon eine Weile, da wir gemeinsame Freunde haben. Doch ich konnte ihn, seit ich ihn das erste Mal gesehen habe, nicht besonders gut leiden. (O-Ton ich zu Freunden: „Den kannst du mir nackt auf den Rücken binden und das passiert nichts) Und ihm ging es genauso. (O-Ton er: „Schön, das du da bist. Aber das Beste an deiner Anwesenheit, dass du wieder gehst) Dennoch sind wir mit unseren Freunden zusammen auf ein Konzert gegangen. Irgendwann haben wir miteinander geredet und haben anfangen auszutesten wer uns dominanter/gemeiner ist.
Im Nachhinein betrachtet war es schon Flirten. Aber dabei ist nur geblieben, weil er eine Freundin hatte und er glücklich damit wirkte.

Beim nächsten Konzert auf dem wir gemeinsam waren, war er sogar so nett mich als Begleitperson umsonst mit reinzunehmen. Dafür versprach ich ihn zum Frühstück einzuladen. Eigentlich wollten wir unser kleines Spiel vom letzten Mal fortführen, doch ich hatte einen kleinen Hänger wegen dem Mann vom Beginn des Jahres. Für kleiner Flirtereien war ich nicht in im Stimmung.

Dann sind er, ich und ein anderer Kumpel mal wieder auf einem kleinen Konzert gewesen. Da sind wir ins Gespräch gekommen und haben uns das erste Mal wirklich ernsthaft und lange unterhalten. Dort haben wir auch erstmalig gemerkt, dass wir uns doch verstehen, da wir ähnlich denken. Gut, wir haben auch in anderen Bereichen festgestellt, dass wir auf gleiche Dinge stehen. Aber ich habe nicht daran gedacht, das weiter auszuführen, weil er ja eine Freundin hatte. Aus seinen Erzählungen war er nicht sonderlich glücklich mit dieser Beziehung. Es war eine Fernbeziehung, die nicht sonderlich gut war. So klang es für mich.
An dem Abend wollte ich mich eigentlich noch mit C. treffen, wurde von ihm versetzt. Daher bin ich mit zu R. in seine Wohnung gegangen, weil ich da noch nie war. Und als quasi Freunde kann man sich die Wohnung ja mal anschauen.

Irgendwann saßen wir auf seinem Sofa und er legte seinen Arm um mich. Alles eigentlich harmlos, aber dann schon seine Hand unter mein Shirt. Da ich meine moralischen Bedenken zu dem Zeitpunkt noch wieder hergestellt hatte, ließ ich es einfach geschehen. Mehr passierte auch nicht.

 

Nach dem Abend haben wir uns zu einem DVD-Abend verabredet, weil R. eine riesige Sammlung an Filmen hat, die ich noch nicht kannte. Zwischen passierte abgesehen von eng nebeneinander sitzen und dem Arm um mich liegen nichts zwischen uns. Wir fingen an  uns unglaublich gut zu verstehen und freundeten uns an. Ein neuer Freund war immer was Tolles.

So kam es, dass ich einmal die Woche zu ihm gefahren bin, damit wir die Filmreihen, die sehen wollte, durchbekommen.

 

Aber dann machte ich auf einer Party einen Fehler und hatte was mit einem anderen Kumpel. Das war echt der Tiefpunkt, der mich wachgerüttelt hat. Ich musste dringend was ändern.

Dieses Ereignis hatte er auch der Freundschaft zwischen mir und R. einen leichter Dämpfer gegeben. Er konnte es nicht verstehen. (später erfuhr ich den wahren Grund)

Zum Glück renkte sich das zwischen uns wieder ein. Nur wurde es einmal die Woche zweimal die Woche. Und langsam fing ich an ihn echt zu mögen. Was falsch war, da er eine Freundin hatte. Nur machte er es mir echt nicht leicht…. Seine Berührungen wurden mehr, zärtlicher und intimer. Ich redete mir und ihm ein, dass für mich nur Spaß sei.

 

Im April waren wir dann beide bei Freunden grillen. Wir machten dort auch unsere üblichen Sticheleien und Späße. Eine Freundin, die ich dort das erste Mal getroffen hatte, dachte wir wären ein Paar. Gut, es hatte auch ein bisschen so gewirkt, weil ich zur späteren Stunde auf seinem Schoß saß. Ein Kumpel meinte dann: „Küsst euch doch….!“ Eigentlich ist dieses „Küsst euch…küsst euch“ kindisch, aber ich habe ich dadurch doch provozieren lassen und habe ihn küsst. Nichts Besonderes. Ein kurzer schneller Kuss….

 

Eines Abends bei ihm redeten wir über das Küssen und die Tatsache, dass ich nicht gerne küsse. Er meinte dann, dass eine Exfreundin von ihm meinte, er könne nicht küssen. Also wollten wir beide Behauptungen ausprobieren. Wir küssten uns erneut. Dieser Kuss war anders als der andere Kuss. Der Kuss löste etwas in mir aus, was gar nicht da sein sollte….

 

Der 1.Mai trudelte ein und ich wollte mit meinen Freunden eine Maitour machen. R. durfte aber nicht mit. Die 1. offizielle Erklärung hieß, es ist schon alles geplant, da kann niemand mehr kommen. Nur das R. gar keinen Alkohol trinkt, daher hätte er nichts wegtrunken. Die 2. Erklärung war dann, niemand hätte Lust auf ihn, weil er mich immer ärgern würde. Das ich das bei ihm auch tat, spielte wohl keine Rolle. Aber der wahre Grund war einfach, dass der Kumpel, mit dem ich was hatte, eifersüchtig war. R. war nach Hannover zu seiner Freundin gefahren, aber ist später am Tag wieder nach Hause.

Nach der Tour sind wir noch zu einer Maiparty gegangen. R. und ich hatten uns durch verabredet. Irgendwie wollte ich ihn sehen und er mich auch. Bei Robbie Williams ‘Angel‘ haben wir spaßeshalber wie ein Pärchen zusammen gestanden und eng getanzt. Nur schwirrten da doch irgendwie Gefühle um uns rum. Und wie selbstverständlich bin ich dann auch nach der Party mit zu ihm….

Natürlich hieß es von mir, nach wie vor, es ist Spaß und ich verliebe mich nicht in ihn.

Daher passte es ganz gut für meine eingeredete Überzeugung, dass jemand auf den ich seit Jahren irgendwie stand, wieder Single war. Doch bis ein paar Küsse war da nichts.

 

R. und ich sind mal einen Abend zusammen was trinken gegangen. Wir hatten viel Spaß. Wir wurden von irgendwelchen Leuten zum Darts spielen eingeladen. Haben gelacht. Später waren die, mit denen wir gespielt haben weg. Wir saßen voreinander und schauten uns in die Augen. Ich weiß nicht mehr warum. Ob es Verlangen oder der Alkohol war, aber ich küsste ihn. Und es war einer von diesen Küssen wo man alles um sicher herum vergaß. Zu mindestens war es bei mir so. Erst als die Personen sich im Raum bemerkbar machten, war ich wieder ganz klar.
Wir haben schnell bezahlt und uns sind zu ihm. An diesem Abend hat er mit an eine Sache von ihm anvertraut. Sex hatten wir keinen, obwohl wir nackt nebeneinander lagen. Dennoch war es ein wunderschöner Abend.

 

Es folgte Vatertag. Ich war mit Freundinnen feiern und R. war mit seinem Sohn und seiner Freundin zu Hause.

Das machte wieder deutlich, dass ich nichts in die Sache reinsteigern sollte. Wer  versicherte mir, dass er ähnlich empfand? Wer versicherte mir, dass er mich nicht auch betrügen würde, wenn ich mich auf ihn einlasse?
Trotz der Zweifel wäre ich am liebsten an dem Tag bei ihm gewesen.

 

Der Mai verging, der Juni begann und er trennte sich von seiner Freundin. Ich bin an dem Tag als er es gemacht hatte. Ich bin ohne jeglichen Hintergedanken zu ihm gefahren. Ich wollte einfach für ihn da sein.
Auf dem darauffolgenden Wochenende haben wir uns in einem Café getroffen, weil wir reden mussten. Wir mussten klären, was das zwischen uns war. Wirklich auf einen Nenner sind wir nicht gekommen. Keiner von uns könnte leugnen, dass es Gefühle gab. Nur bin ich ein Mensch, der schwer Gefühle zu lassen kann, weil ich Angst habe verletzt zu werden. Und schließlich hatte er seine Freundin mit mir betrogen. Sowas könnte er auch mit mir machen…. das war meine größte Angst.

 

Das nächste Wochenende bin ich dann wieder zu ihm. Ich hatte auch vor bei ihm zu schlafen. Erneut sprachen wir über diese ganze Gefühlssache. Er gestand mir dann direkt ins Gesicht, dass er sich in mich verliebt hat. Mir ging es ja nicht anders. Auch wenn ich mich lange dagegen gewehrt hatte, hatte ich in ihn verliebt. Daher wollten wir es miteinander versuchen.
An diesem Abend haben wir auch das erste Mal miteinander geschlafen. Und Sex hatte sich noch nie so schön angefühlt wie an diesem Abend.

 

Dann ist leider was Schlimmes passiert. Mein Opa ist gestorben.
Aber in dieser schweren Zeit war R. für mich da. Wir waren noch nicht mal einen Monat zusammen, doch er war da. Er hätte auch sagen können, dass es für ihn zu viel war.
Wenn ich ehrlich bin, hätte ich nicht gewusst was ich ohne ihn gemacht hätte. Gegenüber meiner Familie habe ich versucht einigermaßen stark zu sein, weil jemand die Anderen trösten musste. Doch bei ihm könnte ich diejenige sein, die schwach war. Ich könnte weinen…. Ohne ihn hätte ich das nicht geschafft.

 

Deshalb ließ ich mich noch mehr auf ihn ein und öffnete mich noch mehr. Ich habe ihm sogar gesagt, dass ich ihn liebe. Was für ein großer Schritt war.

 

Mittlerweile leben wir zusammen. Was in den Augen von einigen, bestimmt verfrüht ist. Aber ich bin glücklich.

Nach wie vor frage ich mich, warum ich mich eigentlich ausgerechnet in ihn verliebt habe?
Vielleicht liegt es an der Tatsache, dass ich ohne Erwartungen an alles rangegangen bin. Ich wollte mich nur mit ihm anfreunden.
Vielleicht liegt es auch daran, dass ich von Anfang sein konnte wie ich bin. Ohne mich verstellen zu müssen, wie es oft der Fall ist, wenn jemanden kennenlernt. Man will der neuen Person ja nicht gleich all seine Macken präsentieren.
Was sehr entscheidend war, war die Tatsache, dass er mich niemals unter Druck gesetzt hat. Er hatte immer Verständnis dafür, dass ich länger brauchte um Gefühle zuzulassen oder sie auszusprechen. Und das ist immer noch so. Er würde mich niemals unter Druck setzen oder irgendwelche Erklärungen verlangen.

Die Angst, dass er mich betrügen könnte bleibt natürlich. Aber wenn ich in sein Gesicht sehe. Sein Blick, sein Lächeln sehe, weiß ich das er mich lieb.

 

Vielleicht ist er der Mann von dem Oma immer redet?
Der Mann, der kommt um mein Herz zu gewinnen. Der Mann, den ich niemals wieder gehen lasse.

Und bei R. fühlt es sich so an. Alles ist fühlt sich richtig an.

Ich liebe ihn von ganzem Herzen.

21.12.15 12:17

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